Inkontinenz

Als Inkontinenz nennt man den unwillkürlichen, unfreiwilligen Verlust von Harn bzw. Stuhl. Bei der Harninkontinenz, umgangssprachlich wird das Symptom auch als „Blasenschwäche“ bezeichnet., gibt es unterschiedliche Formen. Bei einer Inkontinenz funktioniert das fein aufeinander abgestimmte System aus Blasenmuskel, Schließmuskel und Beckenbodenmuskulatur beziehungsweise Verschlussapparat des Afters (bei der Stuhlinkontinenz) sowie den steuernden Nerven und Zentren in Gehirn und Rückenmark nicht mehr richtig. Grundsätzlich kann diese Störung durch eine Verletzung oder Erkrankung des Nervensystems bedingt sein oder organische Ursachen haben. In Deutschland gibt es mehrere Millionen Betroffene, die an Inkontinenz leiden, wobei die tatsächliche Zahl weitaus höher liegt. Isolation muss nicht sein! Mit der richtigen Versorgung können wir den Betroffenen helfen, wieder aktiv am Leben teilzunehmen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Eine gezielte Therapie und Hilfsmittelversorgung sind Basis für eine gute Versorgung. Unsere ausgebildeten Fachkräfte stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Harninkontinenz

Es gibt fünf unterschiedliche Formen in der Harninkontinenz:

  1. Belastungsinkontinenz
    Diese Art der Inkontinenz wurde früher als Stressinkontinenz bezeichnet. Allerdings ist der Begriff irreführend, denn Auslöser für den Harnverlust ist nicht psychischer Stress, sondern körperliche Belastung. Erhöht sich der Druck im Bauchraum, zum Beispiel durch das Anheben oder Tragen von schweren Gegenständen oder auch durch Husten, Niesen oder Lachen, kommt es bei Betroffenen zu einem unwillkürlichen Urinverlust. In sehr ausgeprägten Formen der Stressinkontinenz geht Urin bei jeder Bewegung ab – im Extremfall auch im Stehen oder Liegen. Die Betroffenen verspüren keinen Harndrang, bevor der Urin ungewollt verloren geht. Diese Form der Inkontinenz kommt bei Frauen deutlich häufiger vor als bei Männern.

  2. Dranginkontinenz
    Darunter versteht man einen überfallsartigen, sehr häufig auftretenden Harndrang (teilweise mehrmals pro Stunde), obwohl die Blase noch gar nicht voll ist. Oft schaffen es die Betroffenen nicht mehr rechtzeitig zur Toilette. Der Urin geht schwallartig ab.

  3. Reflexinkontinenz
    Menschen mit Reflexinkontinenz spüren nicht mehr, wann die Blase voll ist und können auch die Entleerung nicht mehr steuern. Die Blase entleert sich dadurch in unregelmäßigen Abständen von selbst, oft aber nicht vollständig.

  4. Überlaufinkontinenz
    Bei voller Blase fließen ständig kleine Mengen Urin ab. Betroffene können zusätzlich einen permanenten Harndrang spüren.

  5. Extraurethrale Harninkontinenz
    Auch hier geht ständig Urin verloren, ohne dass der Patient Einfluss nehmen kann. Allerdings nicht über die Harnwege, sondern durch andere Öffnungen (mediz.: extraurethral). Betroffene haben eine sogenannte Fistel, ein „unnatürliches“ Verbindungskanälchen zwischen der Blase und beispielsweise der Scheide oder dem Darm.

Ursachen für die Harninkontinenz

Die Harnblase muss zwei wichtige Funktionen erfüllen: Das Speichern des Urins und das Entleeren zum gewünschten Zeitpunkt.

  1. Beim Speichern ist der Blasenmuskel entspannt. So kann sich die Blase ausdehnen und füllen. Gleichzeitig ist der Schließmuskel angespannt, so dass der Urin nicht gleich wieder über die Harnröhre abfließen kann.

  2. Wenn die Blase entleert werden soll, zieht sich der Blasenmuskel zusammen. Zum gleichen Zeitpunkt erschlafft der Schließmuskel mit der Beckenbodenmuskulatur. Der Urin kann durch die Harnröhre abfließen.

Stuhlinkontinenz

Patienten mit Stuhlinkontinenz können den Darminhalt sowie Darmgase nicht willkürlich im Enddarm zurückhalten. Bei der Stuhlinkontinenz unterscheidet der Mediziner drei unterschiedliche Stadien:

  • Teilinkontinenz 1. Grades: Unkontrollierter Abgang von Luft und gelegentliches Stuhlschmieren bei Belastung.

  • Teilinkontinenz 2. Grades: Patienten können Darmgase und dünnen Stuhl nicht halten.

  • Totalinkontinenz: Es kommt zu einem totalen Kontrollverlust über die Darmentleerung, der mit ständigem Stuhlschmieren verbunden ist. Auch fester Stuhl wird verloren.

Abhängig von den Ursachen unterscheidet man auch bei der Stuhlinkontinenz fünf verschiedene Formen: neural-, sensorische-, muskuläre beziehungsweise motorische-, reservoir-bedingte- und psychische Inkontinenz. Wie bei der Harninkontinenz gibt es Fälle, bei denen der Betroffene zwar den Stuhlgang bemerkt, es aber nicht rechtzeitig zur Toilette schafft und solche, bei denen Menschen im Analbereich nichts spüren und die Darmentleerung nicht bewusst steuern können.

Kompetent handeln

Mit der richtigen Versorgung können wir den Betroffenen helfen, wieder aktiv am Leben teilzunehmen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Eine gezielte Therapie und Hilfsmittelversorgung sind Basis für eine gute Versorgung. Unsere fachlich und persönlich kompetenten Medilog-Außendienstmitarbeiter kennen die Bedürfnisse der Betroffen genau. Durch eine fundierte Ausbildung und langjährige Berufserfahrung stehen sie Ihnen in allen Bereichen der Inkontinenzversorgung den Patienten, dem Pflegepersonal und Klinikpersonal zur Verfügung.

Ihr HomeCare-Spezialist

NEWS

:: Veranstaltungen & Vorträgeweiter >>

Medilog Hamburg Teinert GmbH
Sorbenstraße 62
20537 Hamburg
Tel: +49 (0)40 - 30 39 864-0
Fax: +49 (0)40 - 30 39 864-66infomedilog-hamburg.de
Wir sind Inhaber einer Großhandelserlaubnis für Arzneimittel nach §52a AMG gem. Urkunde ausgestellt am 24. April 2014 durch die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg.